Durch die Unruhen in den arabischen Staaten und in den Ländern Nordafrikas sind auch die Reiseveranstalter von der Krise betroffen, denn viele preiswerte Urlaubsdomizile befinden sich an den Küsten der arabischen Halbinsel und in Nordafrika. Doch diese Hotels werden jetzt von den Urlaubern gemieden. Hinzu kommt, dass die andauernde Wirtschaftskrise sich nun auch auf die Urlauber auswirkt, die nicht mehr so viel Geld für den Urlaub ausgeben können.
Deutlich wird die Entwicklung auch, wenn man sich die Kursentwicklungen an den Börsen ansieht. Dabei wird deutlich, dass sowohl Thomas Cook als auch TUI Travel mit erheblichen Kursverlusten zu kämpfen haben. Beide Unternehmen haben dann auch unterschiedlich auf die Entwicklung reagiert. Während Thomas Cook die Dividende strich, hat TUI einen Stellenabbau in Deutschland angekündigt. Gleichzeitig soll bei TUI jedoch das Geschäft mit dem Internet weiter angekurbelt werden.
Das macht auch Sinn, denn hierdurch können erhebliche Personalkosten gesenkt werden.
Die Lage scheint sich aber im Moment kaum erhellen zu wollen, denn der Marktkampf ist ungebrochen und treibt die Reiseveranstalter dazu, die Preise für Pauschalreisen, die sehr beliebt sind weiter auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten, um Reisende anlocken zu können. Diese Preispolitik bei den Pauschalreisen soll durch immer mehr Premiumangebote ausgeglichen werden, doch der zunehmende Buchungsrückgang lässt daran zweifeln und so befinden sich die Reisewerte weiterhin im freien Fall.
Wie einschneidend die Entlassungen bei TUI sind zeigt die Tatsache, dass allein bei TUI Deutschland 400 Arbeitsplätze gestrichen werden, was einem Fünftel der Belegschaft entspricht. Bei allen Reiseveranstaltern wirkt sich aber immer stärker der sinkende Konsum der Bevölkerung aus, der durch die Sparpolitik in den großen europäischen Ländern hervorgerufen wurde.









